Reisecker ist mit der letztjährigen Ernteaktivität zufrieden: „Die Kleinwaldbesitzer mit unter 200 Hektar Wald pflegen und bewirtschaften nur die Hälfte der heimischen Waldflächen. Mit zwei Drittel (1,86 Mio. Erntefestmetern) des insgesamt genutzten Holzes kam im vergangenen Jahr wieder der größte Beitrag zur Versorgung der heimischen Marktpartner von den Waldbauern.“ Die Forstbetriebe mit einem Fünftel der Waldfläche lieferten mit 625.000 Erntefestmetern annähernd die gleiche Menge wie im Vorjahr, die Österreichische Bundesforste AG blieb neun Prozent unter ihrem Ergebnis 2011 zurück.
Bauern liefern zwei Drittel der eingeschlagenen Holzmenge
Vor 300 Jahren wurde der Begriff der Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft geprägt; auch die Holz-Nutzungsmenge von 2012 liegt im langjährig nachhaltigen Durchschnitt. Mit 2,9 Mio. Festmetern Holz, die in Oberösterreich im vergangenen Jahr genutzt wurden, wird dem Grundsatz der Nachhaltigkeit Rechnung getragen;, so Landwirtschaftskammer-Präsident ÖR Ing. Franz Reisecker zu den aktuellen Ergebnissen der Holzeinschlagsmeldung.
Steigerung der Holzmenge
Seit 2002 konnte in Oberösterreich insgesamt eine erhebliche Steigerung der eingeschlagenen Holzmenge von 22 Prozent erreicht werden. Die oberösterreichische Gesamtmenge ist 2012 um drei Prozent leicht unter die von 2011 gesunken, spiegelt aber genau den österreichweiten Trend wider. Vom Einschlag entfiel die Hälfte auf Sägeholz (1,4 Mio. Erntefestmeter), 15 Prozent auf Industrieholz und ein Drittel (1,0 Mio. Erntefestmeter) auf Holz für die energetische Nutzung. Beim Verbrauch im Energiebereich war eine Mehrmenge von 120.000 Erntefestmetern zu verzeichnen, 210.000 Erntefestmeter Holz weniger wurden an die Säge-, Papier-, Platten- und Faserindustrie geliefert. Die Waldbesitzer haben im Nadelholzbereich 215.000 Erntefestmeter weniger geschlägert, konnten jedoch die Menge bei Laubholz um ein Viertel steigern.
Schadholz rückläufig
Deutlich und positiv fiel der Rückgang der Schadholzmengen in Oberösterreichs Wäldern aus: 160.000 Festmeter oder täglich 20 LKW-Züge weniger von Sturm, Schnee oder Borkenkäfer geschädigtem Holz waren 2012 zu verzeichnen. Im Vergleich mit dem langjährigen Durchschnitt zeigt sich, dass der Schadholzanfall im Jahr 2012 (429.000 Efm) um 68 Prozent unter dem Zehn-Jahresschnitt von 1,37 Mio. Erntefestmeter lag. „Die enormen, ungeplanten Schadholznutzungen der vergangenen Jahre verhindern bei vielen Waldbesitzern kurz- und mittelfristig die Möglichkeit der Mobilisierung von durch die Industrie benötigten Mehrmengen“, so Reisecker. In die Pflege der Wälder wird enorm investiert: 35 Prozent des Holzeinschlages kommen bereits aus Vornutzungen, also Maßnahmen die die Stabilität, Vitalität und Qualität des Waldbestandes fördern.


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