Biomassetag 2013 und Eröffnung Heizwerk Steegen
Landesrat Max Hiegelsberger machte dem Biomasseverband OÖ am 04. Mai anlässlich des Biomassetages 2013 gleich zwei Geschenke: Zuerst eröffnete er feierlich das Vorzeige-Heizwerk in Steegen beim Heim „Caritas für Menschen mit Behinderungen St. Pius“. Bei der Festansprache sicherte er zudem die Kofinanzierung zur Bundesförderung für Biomasseprojekte durch das Land Oberösterreich für 45 Heizwerke zu.
von links):
Bgm. Peter Sattlberger, Bruck Waasen
Bgm. Herbert Lehner, Steegen
Ludwig Schurm, Obmann ARGE Biomasse-Nahwärme
Vizepräsident Karl Grabmayr, LK OÖ
DI Matthias Raschka, Geschäftsführer Biomasseverband OÖ
Mag. Maria Sumereder, Caritas für Menschen mit Behinderungen St. Pius
Landesrat Max Hiegelsberger
Landesrat Ing. Reinhold Entholzer
Landtagsabgeordnete Ulrike Schwarz
Ing. Alois Voraberger, Geschäftsführer Bioenergie OÖ
Ludwig Mayrhofer, Obmann Biomasseverband OÖ © DI Antonio Fuljetic, Pressesprecher Österreichischer Biomasse-Verband |
von links):
Bgm. Peter Sattlberger, Bruck Waasen
Bgm. Herbert Lehner, Steegen
Ludwig Schurm, Obmann ARGE Biomasse-Nahwärme
Vizepräsident Karl Grabmayr, LK OÖ
DI Matthias Raschka, Geschäftsführer Biomasseverband OÖ
Mag. Maria Sumereder, Caritas für Menschen mit Behinderungen St. Pius
Landesrat Max Hiegelsberger
Landesrat Ing. Reinhold Entholzer
Landtagsabgeordnete Ulrike Schwarz
Ing. Alois Voraberger, Geschäftsführer Bioenergie OÖ
Ludwig Mayrhofer, Obmann Biomasseverband OÖ © DI Antonio Fuljetic, Pressesprecher Österreichischer Biomasse-Verband  |
Biomasse hat Potenzial
"Die Biomasse-Nutzung hat noch ein großes Potenzial“, erklärte der Landesrat. Zurzeit passiere aber eine Schwarz/Weiß-Malerei bei Diskussionen über Bioenergie. "In Biomasse ist immer Sonnenenergie gespeichert, sei es im Holz oder im Weizen“, führte er aus. "Wir haben genug Nahrungsmittel in Österreich und niemand braucht die Angst haben, dass uns das Holz ausgeht.“ Hierzu knüpfte auch Forstdirektor Dipl.-Ing. Johannes Wall von der Landwirtschaftskammer OÖ an: "Der Energieholz-Verbrauch hat sich in Oberösterreich in den vergangenen 20 Jahren vervierfacht. In der gleichen Zeit nahm der Holzvorrat um 20% zu. Auch die Waldfläche steigt, während die Nutzung sich noch immer auf vier Fünftel des nachhaltig Möglichen befindet.“
(von links) Bgm. Herbert Lehner, Steegen
Vizepräsident Karl Grabmayr, LK OÖ
Landesrat Max Hiegelsberger
Ludwig Mayrhofer, Obmann Biomasseverband OÖ
DI Matthias Raschka, Geschäftsführer Biomasseverband OÖ
Bgm. Peter Sattlberger, Bruck Waasen © DI Antonio Fuljetic, Pressesprecher Österreichischer Biomasse-Verband |
(von links) Bgm. Herbert Lehner, Steegen
Vizepräsident Karl Grabmayr, LK OÖ
Landesrat Max Hiegelsberger
Ludwig Mayrhofer, Obmann Biomasseverband OÖ
DI Matthias Raschka, Geschäftsführer Biomasseverband OÖ
Bgm. Peter Sattlberger, Bruck Waasen © DI Antonio Fuljetic, Pressesprecher Österreichischer Biomasse-Verband  |
Wertschöpfung in der Region
"Das Heizwerk in Steegen zeigt in zweifacher Weise soziale Verantwortung“, schilderte Ludwig Mayrhofer, Obmann des Biomasseverbandes OÖ. "Einerseits durch die Betreuung sozial Benachteiligter und andererseits durch die Nutzung der 'sozialen Energie', die sich im neuen Heizwerk manifestiert. Beinahe das gesamte Werk wurde durch regionale Firmen errichtet, der Kessel stammt vom wenige Kilometer entfernten Fröling-Werk und den Rohstoff stellen elf lokale Landwirte zur Verfügung.“ Einer der Versorger und Obmann des Heizwerkes ist der Bürgermeister Herbert Lehner, der von einem äußerst gelungenen Projekt sprach. "Mit der Versorgung des ganzen Caritas-Dorfes ersetzen wir 295.000 Liter Heizöl im Jahr und dies ausschließlich mit Holz aus der Region“, zeigte sich Lehner stolz.
Achtung der Schöpfung und des Nächsten
Auch die Geschäftsführerin von St. Pius, Mag. Maria Sumereder, sprach mit voller Begeisterung vom Heizwerk: "Die Caritas ist bekanntlich ein Teil der Kirche und deshalb leben wir mit einem Auftrag. Einer ist die Achtung der Schöpfung. Was gibt es hier besseres, als mit einem Rohstoff zu heizen, der im Einklang mit der Natur ist. Ein weiterer Auftrag ist die Achtung des Nächsten, dem wir mit der regionalen Wertschöpfung Rechnung tragen. Wir wollen ein Vorbild sein, denn die österreichische Bevölkerung sollte gut und grundsätzlich einmal über die Verlagerung von Arbeit in andere Teile der Welt nachdenken."
Genossenschaft als Garant
Die bäuerliche Genossenschaft Bioenergie OÖ betreut das Heizwerk in Steegen. Deren Geschäftsführer Ing. Alois Voraberger weiß, dass gerade Nahwärme-Projekte wie in Steegen die Alternative zu fossilen Energieträgern wie Heizöl und Erdgas sind. Dies spiegelt sich auch in den Kosten wieder. Im heurigen Winter wird sich St. Pius rund EUR 60.000,- durch den Einsatz von Hackgut statt von Heizöl ersparen. Vielfach werden Biomasse-Heizwerke als landwirtschaftliche Genossenschaften geführt. Ziel der Betreiber ist nicht nur Gewinn, sondern eine nachhaltige und sichere Versorgung der Kunden aus der Region. "In Oberösterreich werden bereits über 300 bäuerliche Heizwerke erfolgreich betrieben“, erklärte Dipl.-Ing. Matthias Raschka, Geschäftsführer des Biomasseverbandes OÖ. Ein weiteres ist gerade in Windischgarsten im Entstehen. Dennoch sieht er noch Herausforderungen auf die Branche zukommen – darunter die Optimierung der Altanlagen, Kesseltausch-Initiativen und Umstieg auf KWK-Technologie sowie die Übergabe an die nächste Betreibergeneration. Über einen Punkt muss er sich aber keine Sorgen mehr machen: Die Kofinanzierung des Landes OÖ.
Effizient und sauber
Das Herzstück des Heizwerks ist eine Fröling-Doppelkesselanlage. Als Fördersystem wird ein Schubboden verwendet, der direkt angefahren wird. Die Brennstoffbeschickung erfolgt hydraulisch ohne Schnecke, sodass ein sehr breiter Einsatzbereich gewährleistet ist und verschiedene Heizmateralien von fein bis grob (G 100) verheizt werden können. Durch die Kaskadenschaltung der beiden Kessel kann die Anlage optimal reguliert werden – von einer kleinen Wärmeanforderung bis zur vollen Leistung. Beide Kessel starten bei Bedarf vollautomatisch. Bei einer amtlichen Messung wurde ein "außergewöhnlich wirtschaftlicher Betrieb mit sehr guten Abgaswerten bei Staub“ bestätigt.
Daten & Fakten
Kunde Caritas für Menschen mit Behinderungen St. Pius in Steegen/OÖ
Betreiber Bioenergie OÖ eGen
Planung Biomasseverband OÖ; Ing. Alfred Graf
Versorgung 11 Landwirte aus der Region liefern 4.000 Schüttraummeter (Srm) Hackgut jährlich
Anlage Fröling Lambdamat 1.000 kW und Turbomat 500 kW
Kostenersparnis zu Heizöl
60.000 Euro/Jahr
CO2-Einsparung pro Jahr 836 Tonnen
Information
www.biomasseverband-ooe.at www.froeling.at
08.05.2013
Autor:DI Antonio Fuljetic, Pressesprecher Österreichischer Biomasse-Verband