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Wlodkowski: Für heimische Biotreibstoffe wird kein Urwald gerodet

Biotreibstoff-Kritiker vergessen gerne positive Aspekte der Biokraftstoffe
Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich. © Michal
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Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich. © Michal
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"Unsere Biokraftstoffe, erzeugt aus heimischen Agrarprodukten, sind eindeutig klimapositiv. Die Rohstoffe stammen nicht aus Übersee, sondern aus umweltverträglicher Landwirtschaft und erfüllen die EU-Nachhaltigkeitskriterien. Weder für Biosprit noch für Biodiesel aus Österreich muss im Gegensatz zu importierten Produkten Urwald gerodet werden. Mehr noch, bei der heimischen Biotreibstofferzeugung entsteht quasi als Nebenprodukt ein hochwertiges gentechnikfreies Eiweißfuttermittel, wodurch der Import von Soja maßgeblich reduziert werden kann. Es ist daher mehr als unverständlich, wenn die heimische Biotreibstofferzeugung immer wieder schlecht gemacht, jene aus Ländern, die Urwald für Zuckerrohr oder Ölpalmen roden, jedoch gelobt wird. Wer auf Basis der jüngsten EU-Studie zu Biotreibstoffen die Biodiesel- und Bioethanolerzeugung in Europa verteufelt, will offenbar die Studie bewusst missverstehen", kritisierte Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, die Tatsache, dass Biotreibstoff-Kritiker gerne die positiven Aspekte der Biokraftstoffe vergessen.

EU-Studie: Ziel nicht in Frage gestellt
"Es gibt, im Gegensatz zu manchen Medienberichten, keine Abkehr vom Ziel aus der Richtlinie zur Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien, wonach zehn Prozent der Energie im Transportsektor aus erneuerbaren Quellen kommen müssen. Die Zielerreichung ist vielmehr einer der wesentlichsten Parameter der Studie" stellte Wlodkowski weiter fest.
 
Die unlängst medial diskutierte Studie "Global Trade and Environmental Impact Study of the EU Biofuels Mandate", welche im Auftrag der Europäischen Kommission (GD Handel) vom International Food Policy Research Institute (IFPRI) erstellt wurde, stellt biogenen Treibstoffen im Hinblick auf die üblicherweise geäußerten Bedenken ein durchaus positives Zeugnis aus. Die Studie bestätigt zudem neuerlich, dass die Substitution von fossilen durch biogene Treibstoffe sinnvoll ist, ohne dabei größere Auswirkungen auf die Landnutzung oder die Lebensmittelpreise in Europa zu haben und gleichzeitig den gewünschten Effekt der Treibhausgasminderung im Transportsektor erbringen zu können.
 
Arbeitsplätze und Deviseneinsparungen
"Für die Erreichung des Zehn-Prozent-Zieles werden nur jene Biotreibstoffe anerkannt, die, wie auch in den Nachhaltigkeitskriterien fixiert, ein Mindestmaß an CO2-Einsparung erreichen. Somit sind ineffiziente Biokraftstoffe praktisch ausgeschlossen. Was ebenfalls von den Kritikern stets gerne vergessen wird, ist die Tatsache, dass die Produktion von Biotreibstoffen in Europa nicht nur Arbeitsplätze in Erzeugung und Forschung sichert, sondern zudem mithilft, die Wertschöpfung im Inland zu verbessern und Devisenabflüsse in beträchtlicher Höhe für den Import fossiler Energie zu sparen", so Wlodkowski abschließend.
 
 
22.04.2010
Autor:Dr. Josef Siffert
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